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Japan mit Baby // Die Tour de Weltkulturerbe in der Kaiserstadt Kyoto

Japan mit Baby // Die Tour de Weltkulturerbe in der Kaiserstadt Kyoto

Wie man sich in Kyoto mit Baby und Kinderwagen zurechtfindet und was man dort tun sollte.

Japan mit Baby // Die Tokio Highlights

Japan mit Baby // Die Tokio Highlights

Tokio: Kultur und Konsum der Extraklasse

In Japan ist es wieder passiert: Wir haben höhnisch den Jetlag und Kulturschock ignoriert, die Temperaturtabelle zwar angesehen, aber die Niederschlagsmengen vernachlässigt und uns in der Vorbereitung voll und ganz auf die Lebensmittelversorgung des kleinen Hasen konzentriert. Inklusive einer Wortübersetzungsapp für Japanisch! Als diese Punkte dann vor Ort in null komma nix geklärt waren, war ich erst einmal ratlos: was tun wir denn jetzt in Tokio? Also mal außer Sushi essen? Glücklicherweise hatte der Ehemann schon Stift und Reiseführer gezückt und ein Kultur- UND Shoppingprogramm zusammengestellt, dass sich sehen lies. Aus Hawaii kommend war es ein Wechselbad der Gefühle: U-Bahn – zu voll. Straßen – zu eng. Wo gibt es hier Kaffee? Und Frühstück – also Frühstück, das kein Matcha in irgendwelcher Form und Farbe enthält? Es dauerte ein wenig, bis wir herausfanden: In Japan gibt es eigentlich an jeder Ecke Kaffee. Und französische Bäckereien. Überall. Croissants? Baguettes? Oh, yeah.

 

Wir haben uns dafür entschieden, jeweils ca. 1 Woche in den drei Großstädten Tokio, Kyoto und Osaka zu verbringen und von dort aus Tages- bis Zweitagesausflüge zu machen. Den Japan Railpass haben wir bereits im Voraus geordert und nach 2 Monaten und einem wachsenden Gepäckberg ist hin- und herreisen mit dem ganzen Gepäck einfach eine Qual geworden – vor allem, für wenige Tage. Tatsächlich bekommt man in den Städten irgendwann einen Rappel und will ins Grüne, daher war die Kombination für uns perfekt.

 

#1: Shopping

Gestärkt geht es also an das Touristenprogramm: Shibuya Crossing, DonQuichote und Sneakerstores werden gepaart mit dem Kontrastprogramm Tempelbesuch. Dem kleinen Hasen gefällt es, an einem Wochentag ist auch genug Platz auf den Straßen für den Kinderwagen, in den Tempeln gibt es eigentlich immer einen barrierefreien Zugang und wie immer viele Japaner, die Lust haben ein Kind anzulachen. Leider müssen wir einen Tokio-Tag an den Wetter- und Orgagott abtreten (Dauerregen). Dafür haben wir unseren Japan Rail Pass aktiviert, Plätze mit Mt. Fuji-Sicht im Shinkansen gebucht und schon viel zu viel Sushi gegessen. Tokio hat wahnsinnig viel zu bieten und wir haben mit 4 Tagen zu wenig Zeit, um alle Highlights zu sehen.

Was uns dann doch wundert: man kann in Tokio, dieser verrückten, bunten Stadt mit viel zu vielen Menschen unglaublich entspannt spazieren! Und die Department Stores, UNIQLOs, Schuh- und Klamottenläden sind einfach der Knaller. Japan hat unglaublich viele eigene Marken, die gefühlt alle eine Mischung aus COS und Yoshi Yamamoto sind. Ein Traum für mich. Der Ehegatte erfreut sich an den Sneakern, die häufig spezielle Designs für den japanischen Markt haben…unser Koffer füllt sich (wer hätte gedacht, dass da tatsächlich noch Platz für 2 Paar Schuhe drin ist??).

Am besten kann man wohl in Shibuya und Harajuku shoppen – und peoplewatching ist hier der Wahnsinn…ich sag nur: Japanese Fashion Kids. Wer es etwas erwachsener mag, fährt am Wochenende nach Ginza. Hier werden verschiedene Haupteinkaufsstraßen nachmittags für Autos gesperrt und gefühlt ganz Tokio flaniert über die Straßen.

 

#2: Senso-ji

Ich glaube, ich kenne Senso-ji noch aus „Lost in Translation“, jedenfalls ist das mein Eindruck, als wir auf den Tempel zugehen. Der Tempel an sich ist beeindruckend, das Gewimmel drum herum für mich in meinen ersten Japan-Tagen fast faszinierender: Senso-ji ist der am meisten besuchte Tempel Tokios. Ordentliche Tempelbesucher, die wir sind, kaufen wir auch gleich ein Omikuji für den kleinen Hasen. Omikujis sind Wahrsagungen in Papierform, und bei Senso-ji gibt es eine englische Übersetzung gleich mitgeliefert. Nachdem wir bei unseren japanischen Nachbarn gespickt haben, wie das nun geht, sind wir on fire. Der Text unserer Tochter ist äußerst positiv, ich bin angefixt und will natürlich auch eine gute Zukunft prophezeit bekommen!! Leider haben sich die Götter dann wohl gegen mich verschworen. Mein Text ist fies und ich binde ihn schnell an den hierfür vorgesehenen Faden! Das Unglück, das mir prophezeit wurde, soll dann an dem Faden haften bleiben und nicht an mir…eine Interpretation, die mir gefällt!

Nach dem Tempelbesuch lohnt sich ein Spaziergang durch Asakusa, den angrenzenden Stadtteil, der etwas ruhiger und älter scheint, als die Glitzerstraßen von Shibuja.

Tokio Sensaku ji

#3: Meji-jingu

Eine weitere Tempelanlage, die sich wirklich lohnt (und nur einen Steinwurf vom hektischen Shibuja entfernt ist), ist der Meiji-Schrein.

Gerade im Sommer ist das Gelände des Schreins wirklich eine Oase in der Stadt: bevor man zu den Gebäuden gelangt, wandert man durch einen immergrünen Wald aus Bäumen, die von Japanern aller Landesteile gespendet wurden. Auf den Bänken lässt es sich hier in der Mittagshitze durchaus aushalten (vor allem wenn man sich vorab mit Sushi-to-go eingedeckt hat!).

 Meji-jingu 3

#4: Tsukiji Fish Market

Wir schenken uns den Fischmarkt, der eigentlich ein absolutes Highlight sein soll und uns von JEDEM empfohlen wurde. Daher sollte er nicht fehlen, nur weil wir wegen des Jetlags einfach nicht aus den Federn kamen. Japanischer Fischmarkt mit Baby und Jetlag reizte uns dann doch nicht, sollte aber niemanden davon abhalten, ihn GANZ OBEN auf der Liste zu haben. Das wir auf einige Dinge verzichten müssen sind wir mittlerweile gewöhnt. So ist es mit Baby und das ist ja auch nicht schlimm, wir kommen einfach wieder! Wir machen uns jetzt erst mal auf den Weg nach Kyoto.

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