Monat: Mai 2017

Los Angeles für Anfänger // 2 Tage in Venice

Los Angeles für Anfänger // 2 Tage in Venice

Wo fängt man bei einem Besuch in Los Angeles an und wo hört man auf? Vor allem, wenn man nur 2 Tage Zeit hat? Wir entscheiden uns für eine Bleibe in Venice, in der Hoffnung, so dem Stau vor allem auf dem Weg zum Flughafen […]

Palm Springs // Welcome to Hipster Heaven

Palm Springs // Welcome to Hipster Heaven

Neben Las Vegas war auch ein Abstecher in Palm Springs bei unserer Reise immer gesetzt. Eine Stadt wie ein ACE Hotel? I like! Wir machen uns also auf den Weg. Leider ist es Sonntag und mit uns fährt auch ganz Kalifornien von Las Vegas in […]

Las Vegas mit Baby // Eine gute Idee?

Las Vegas mit Baby // Eine gute Idee?

Machen wir uns nichts vor: Alles, was man gemeinhin an Las Vegas stark findet fällt für uns aus: freie Getränke im Casino? Am Blackjack Tisch abhängen? Die Million gewinnen? Im Nachtclub abfeiern? Besoffen heiraten? Alles raus, weil zu laut, zu spät, zu wild, oder nicht erlaubt mit Baby. Warum also war ich trotzdem nicht von der Idee abzubringen, nach Las Vegas zu fahren? Gute Frage!

Sie kam mir häufiger in den Sinn, als wir in Las Vegas unterwegs waren und ich andere Frauen mit kleinen Kindern traf. Man nickte sich wissend zu. Manchmal grüßte man sich auch mit traurigem Blick. Wir armen, spaßlosen Menschen. „Game Over“, sollte man meinen. Ach, nein, Game Over ist ja schon bei der Hochzeit – und auf dem T-Shirt jedes zweiten Junggesellenabschiedes hier zu lesen. Mit Kind ist man eigentlich nach Las Vegas Standards noch tiefer gesunken. Tiefer als Game over…geht das überhaupt?

 

Kann ich hier auch Spaß haben, wenn ich nicht betrunken bin?

Hier ist die schockierende Wahrheit über einen Aufenthalt mit Baby in Las Vegas: Es geht. Es macht sogar Spaß! Man muss sich nur darauf einlassen. Nelly-Konzert? Dieses Mal nicht! Betrunken von Elvis trauen lassen? Der Zug ist sowieso abgefahren. David Guetta? Ich überlebe es auch ohne. Stattdessen? Zum ersten Mal in dieser Reise ein Apartment mit Küche. Bedeutet: eine entspannte Mutter. Whirpoolbadewanne, Zimmerservice 24-h am Tag, toller Blick über den Strip bei Nacht. Das alles ohne Kater und mit einem kleinen Hasen, der jeden Besuch des Strips genießt. Denn: betrunkene Junggesellinnen sind Balsam für die egozentrische Baby- (und sind wir doch mal ehrlich, auch Eltern-)Seele: Uhhh…Aaahh…how cute hier, how gorgeous da. Es gibt schlimmeres. Dazu kommen noch: diverse gute Cafés, bewegt man sich mal weg von den Casinoburgen, ein Museum mit abgehalfterten Neonreklamen, das einen sofort verzaubert und ganz in der Nähe tolle Nationalparks. Ha! Dieses Mal habe ich meine Hausaufgaben gemacht: Tickets für das Neonmuseum vorab bestellt, Tipps bei Freunden eingeholt und die Reiseführer-Highlights direkt vollständig ignoriert. Las Vegas – das wird was mit uns!

Meine Top-Alternativen sind:

 

Casinoalternative No. 1: The Neon Boneyard 

 

Mir war von Anfang an klar, dass ich hier hinmuss. Das eine oder andere Bild hatte ich vorab gesehen und war begeistert. Wir machen uns daher mit Kinderwagen und Online-Tickets auf den Weg zum „Neon Museum“, denn Zutritt hat man nur im Rahmen einer gebuchten Tour. Museum ist dabei etwas übertrieben, handelt es sich doch vielmehr um einen großen Hinterhof, in dem die abgehalfterten Leuchtreklamen aufbewahrt werden. Wir sind übrigens heilfroh, dass wir eine frühe Tour gebucht haben: die Sonne scheint aus einem wolkenlosen Himmel und der Tag wird heiß. Wie so häufig ist auch hier alles barrierefrei und der Hase wird gemütlich im Kinderwagen geschunkelt. Wir sind zwar etwas irritiert von der Einführung: nichts anfassen, nicht von der Gruppe entfernen…wo sind wir denn hier gelandet? Es wird aber schnell klar warum: die Leuchtreklamen sind so wahnsinnig teuer und leider oft in so schlechtem Zustand, dass man sich besser davon fernhält – zur eigenen Sicherheit und zu der des Geldbeutels.

Die Tour ist für 1 Stunde angesetzt. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob das nicht doch etwas langweilig werden könnte, liegen damit aber komplett falsch. Das Museum, das tatsächlich erst 1996 gegründet wurde, ist wirklich ein Hüter der Geschichte der Stadt Las Vegas: Die Leuchtreklamen sind Zeitzeugen der Casinogeschichte der Stadt – von den 30ern bis heute. Und wenn die Stadt eines hat, dann genug Geschichte, um mindestens eine Stunde zu füllen: von Träumen, die wahr werden und zerplatzen, von Gangstern, Stars und Leuchtreklamen.

Das Museum liegt dabei etwas abseits vom Strip. Mit dem Auto ist es sehr gut zu erreichen und wenn man den Weg schon einmal auf sich genommen hat, kann man sich gleich die etwas älteren Motels und Wedding Chapels im Bereich der Fremont Street ansehen bzw. auf einen Kaffee im Arts-Distrikt von Las Vegas stoppen. Zu empfehlen ist hier vor allem das PublicUs mit einem wahnsinnig leckeren Frühstück am langen Holztisch und Makers and Finders Coffee.

Casinoalternative No. 2: Valley of Fire State Park – Hidden Gem in Nevada

Wir haben uns dank einer Empfehlung auch für einen Abstecher zum 50 Meilen entfernten Valley of Fire State Park entschieden. Der Park ist nicht nur der älteste Nationalpark Nevadas, sondern auch gefühlt einer der am wenigsten besuchten. Jedenfalls wenn man unsere Yosemite-Erfahrungen anlegt. Aber die Wahrnehmung passt sich ja schnell an und so ertappen wir uns bei einigen Gesteinsformen dabei, irritiert zu reagieren, wenn mehr als 3 Autos auf dem Parkplatz stehen. „Ganz schön viel los heute!“.

Der Park lockt mit wahnwitzigen Gesteinsformen in allen Abstufungen, die die Farbe Rot zu bieten hat. Neben einer bereits tollen Aussicht aus dem Auto gibt es hier etwas, das wir mit Baby sehr zu schätzen wissen: kurze, trotzdem schöne Spaziergänge zu einigen der schönsten Gesteinsformen. Leider alles auf rotem Sand – also nur mit Babytrage möglich.

Der Park bietet auch verschiedene Campingmöglichkeiten. Sicherlich (wenn es nicht zu heiß ist) eine tolle Möglichkeit, den Sonnenauf- und Untergang zu erleben. Aber wir heben uns ja einiges für die Zeit auf, wenn der kleine Hase etwas älter ist!

 

Casinoalternative No. 3: Der Hoover Dam 

Es gibt ein Highlight, das sich viele nicht entgehen lassen, wenn sie Las Vegas besuchen. Vor allem, weil es auf dem Weg zum Grand Canyon liegt und damit ein wunderbarer Zwischenstopp ist: Der Hoover Dam.

Ich könnte hier jetzt ein paar beeindruckende Fakten zu Talsperre und See aufzählen, die wahrscheinlich außer mir niemanden interessieren. Aber auch ohne Interesse and Generatoren, Höhe der Mauer, Turbinenanzahl und installierter Leistung: ein beeindruckendes Bauwerk mit einem beeindruckenden Stausee. Ich wollte wahnsinnig gerne hin. Mein Nerd-Herz schlägt bei Staudämmen und Talsperren sehr hoch. SEHR HOCH. Nun muss man aber ab und zu bereit sein, Kompromisse einzugehen. Ein Baby interessiert sich weder für Generatorenleistungen noch Turbinen (für alle Nerds out there: 17 Turbinen, rd. 2.080 MW installierte Leistung). Der kleine Hase interessiert sich leider mehr für Tageshöchsttemperaturen in der Wüste und autofreie Tage. Wir haben uns aus diesem Grund bereits gegen den Abstecher zum Grand Canyon entschieden um die vielen Autostunden zu reduzieren. Leider fiel der Hoover Dam damit auch flach. Wie gesagt, Kompromissbereitschaft usw.. Den Grand Canyon gibt es seit Jahrmillionen, der Hoover Dam wurde in den 30er Jahren gebaut. Ich bin tapfer und rede mir ein, dass beide noch einige Jahre stehen werden. Und vielleicht, ganz vielleicht, entwickelt sich unsere Tochter ja auch zu einem Nerd und wir werden in einigen Jahren gemeinsam über dem Damm in den Sonnenuntergang schauen…und uns Generatorleistungen, Stauseekapazitäten und Oberflächenmaße um die Ohren werfen…

Bis dahin müssen wir aber erst mal weiter…Palm Springs ruft uns zurück nach Kalifornien.

 

Yosemite, Baby!

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  Weiter geht’s in Richtung Yosemite Nationalpark. Für uns eigentlich der richtige Start in unseren Roadtrip, denn von nun an wird sich zeigen, ob unser kleiner Hase roadtrip-tauglich ist. Die Testläufe sind immer gut gegangen, aber ich muss sagen, häufig fährt die Kleine nicht Auto, […]

How to // San Francisco mit Baby

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Hello from San Francisco! Nach einem unaufgeregten Flug (Danke Singapore Airlines!) finden wir uns in San Francisco wieder. Ich habe bis dato zwar diverse Male Udo Jürgens rezitiert (singend), aber keine Zeit gehabt, auch nur einen Reisebericht, blog oder klassisch eine Seite im Reiseführer zu San […]