How to // San Francisco mit Baby

How to // San Francisco mit Baby

Hello from San Francisco!

Nach einem unaufgeregten Flug (Danke Singapore Airlines!) finden wir uns in San Francisco wieder. Ich habe bis dato zwar diverse Male Udo Jürgens rezitiert (singend), aber keine Zeit gehabt, auch nur einen Reisebericht, blog oder klassisch eine Seite im Reiseführer zu San Francisco zu lesen. Weil: klar, kennt man doch alles! Schließlich habe ich sowohl Milk vor gut 10 Jahren gesehen als auch vor ca. 1000 Jahren Armistead Mauphins Stadtgeschichten gelesen! Golden Gate, Haigh-Ashbury, Alcatraz, Fisherman’s Wharf…ich dachte, ich bin im Bilde und habe mich auf andere Details (Bio-Milchpulver, Bio-Babybreie, Bio-Pampers, die üblichen und wichtigen Dinge des Lebens eben) konzentriert. „Ganz locker treiben lassen“ ist aber mit Jetlag und Baby so eine Sache und führt gerne dazu, dass man sich etwas verwirrt in einer Horde aufgeregter Touristen wiederfindet. Mit einem Jetlag-beding durchaus wenig berechenbaren Baby.

 

Anfängerfehler im Praxistest: Was man mit Baby tun und lassen sollte

Schocker Nr. 1: Wer hätte es gedacht? Man muss eine Alcatraz-Tour im Voraus reservieren, wenn man nicht stundenlang anstehen will. Vorausbuchung haben wir natürlich nicht gemacht, wir waren ja mit anderen Sachen beschäftigt (Bio-Supermärkte in der Nähe des Hotels in Googlemaps markieren). Super, damit fiel ein Programmpunkt direkt weg. Im Nachhinein fragt man sich natürlich, wie der kleine Hase die Bootsfahrt überstanden hätte…gut, dass es nicht geklappt hat.

Schocker Nr. 2: Pier 39 ist eine riiiiesige Tourifalle. Sicherlich nett mit größeren Kindern, aber wir mussten schnell die Flucht ergreifen: weil laut und bizarr! Fishermans Wharf ist ähnlich –  hat aber einen In-n-Out Burger…das versöhnt.

Schocker Nr. 3: Straßen mit 27% Gefälle sind nichts für Kinderwägen. Weder beim Hinauf- noch beim Hinunterlaufen. Uns wurde auf dem relativ kurzen Weg zum Startpunkt der Lombard Street bergauf bereits angeboten, uns im Pickups mitzunehmen.  Das hätte uns eine Lehre sein sollen. Aber nein, wir wollten es ja auf eigene Faust erleben. Fazit:  Ein Besuch der Lombard Street mit Kinderwagen bedeutet Angstschweiß und Nervenflattern beim Abstieg! Letztendlich musste mein Mann den kleinen Hasen tragen, während ich den Kinderwagen nach unten gezuckelt habe. Wären am Ende dieser Nerventortur nicht eine Horde freundlicher Asiaten mit Kameras auf unsere Kleine losgegangen, hätte ich mich wohl nie von dem Weg erholt. Mit einer Bauchtrage wäre das sicherlich leichter gewesen.

 

Nachdem wir die Liste mit Anfängerfehlern an Tag 1 abgearbeitet hatten, hielten wir uns ab dann von Touristenmassen halbwegs fern und fanden so ein nettes, ruhiges San Francisco vor. Ideal, um es mit unserem kleinen Hasen zu genießen. Mit guten Cafés, leckeren Burritos, tollen Murals und freundlichen Menschen, die Bilder von uns gemacht haben. Ja, ich habe mein Handy für ein Bild einer dahergelaufenen Frau ausgehändigt. Bitte nicht der freundlichen Frau sagen, die mir die „Safety in San Francisco“-Broschüre gegeben hat. Ist ja nochmal gut gegangen.

 

Breite Gehwege, Farradwege und Parks – Ideal für Kinderwagen und Kinder

Spazierengehen kann man in San Francisco nämlich wirklich gut – mal abgesehen von der Lombard Street. Eigentlich ist alles barrierefrei bzw. mit Aufzügen zu erreichen und den einen oder anderen Park mit Spielplatz findet man auch. Die meisten Highlight kann man sowieso gemütlich zu Fuß ablaufen – vor allem, wenn man zentrumsnah wohnt. Will man jedoch die Touri-Hotspots abklappern (Telegraph Hill und Coit Tower, Lombardstreet) ist eine Babytrage die einzige Alternative. Im Bus muss man den Kinderwagen nämlich auch zusammengeklappt mitnehmen – ziemlich nervig, wenn man wie wir keinen Buggy hat. Da versteht man auf einmal, warum hier Uber und Lyft entwickelt wurden!

 

Die „Painted Ladies“ sind übrigens so ein Beispiel: Etwas steil, aber locker machbar mit Kinderwagen, kommt man an schönen Cafés und Parks vorbei und entgeht den Tourimassen (die fahren nämlich allem mit dem Bus). Und das sogar am Wochenende!

Fog Painted Ladies

 

Letzter Touri-Hotspot: die Golden Gate Bridge

Nachdem wir von den Touri-Hotspots etwas enttäuscht waren, hatte ich nicht mehr viel auf die Golden Gate Bridge gegeben und mich doch überzeugen lassen, den etwas längeren Weg auf uns zu nehmen. Etwas beschwerlich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, haben wir uns auf den Weg gemacht und siehe da: sie ist genauso schön, wie erwartet! In strahlendem Sonnenschein noch mehr. Man kann hier wunderbar spazieren gehen, Leute beobachten oder 100 Selfies von sich vor der Brücke machen – und sich über jedes freuen. Wunderbar zu machen mit Baby, vor allem, wenn man mit dem Auto direkt zum „Toll Plaza“ fährt.

IMG_4909

 

Weiter gehts..

Nach einem etwas holprigen Start in unseren Kalifornien Roadtrip (schieben wir es auf den Jetlag und die eher mangelhafte Vorbereitung) geht es nun etwas besser vorbereitet weiter. Next Stop: Yosemite National Park!

 

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