Maui mit Baby // Lieblingsstopps auf der Road to Hana

Maui mit Baby // Lieblingsstopps auf der Road to Hana

Wer nach Maui fährt, kommt sehr schnell mit der Road to Hana in Berührung. Diese „schönste Straße der USA“ ist eines der Highlights eines jeden Maui-Besuchs. Die Straße ist nicht lang, aber gespickt mit Sehenswürdigkeiten: Wasserfälle und natürliche Pools, schwarze und rote Strände, Aussichtspunkte über die Küste Mauis, botanische Gärten, Wanderwege, Snackshops und lokale Früchte…die Road to Hana bietet wirklich für jeden etwas. Die schiere Menge an Sehenswürdigkeiten auf dieser Strecke bedeutet jedoch, dass man nicht ganz blauäugig drauflosfahren sollte. Gerade wenn man, wie die meisten Besucher, nur einen Tagesausflug für die Strecke einplant.

Seit wir mit Baby reisen werden lange Tagesausflüge generell etwas besser geplant: Wo wird gefüttert, wann schläft der Hase, wann hat er normalerweise einen starken Bewegungsdrang? Was ist mit Kind machbar (Parks, Strände, botanische Gärten) und was nicht (zu einem Wasserfall klettern, mitten in der Nacht zurückfahren, durchfahren)…

RoadtoHana Views

 

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! Vor allem in den USA…

Aus der Vorab-Recherche wird klar: Die Mehrzahl der 59 Brücken sind nur einspurig, die 620 Kurven sind eng und unübersichtlich. Deshalb dauert die 45 Meilen lange Strecke von Paia nach Hana ohne Stopps schon 2 Stunden! Stopps müssen also etwas geplant werden, will man nicht auf halber Strecke umdrehen, weil die Zeit sonst nicht reicht. Vor allem mit Kleinkindern! Leuten, die an Reiseübelkeit leiden, wird übrigens von der Straße abgeraten.

Wir verrückten, halsbrecherischen Eltern wagen uns trotzdem. Mit Baby! Denn der kleine Hase fährt gerne Auto. Das haben wir in Kalifornien feststellen können. Ob er gerne Kurven fährt, werden wir herausfinden. Ich habe trotzdem Angst, dass sich mein Kind und mein Mann von mir trennen werden. Das Kind, weil es Kurven hasst, mein Mann, weil er mich als Beifahrer (inklusive scharfem Einatmen und freundlichen Aussagen wie: DER BREMST! ES IST ROT! BREEEEEEMS!) schon auf gut ausgebauten Straßen nur mit viel Nerven erträgt. Enge, kurvige Straßen haben das Potential, die gesamte Bandbreite meiner Beifahrer-Persönlichkeit an den Tag zu legen.

Hier kommt die gute Nachricht: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! Wer einmal in der Hauptsaison mit dem Auto auf Korsika unterwegs war, lächelt nur müde über die Road to Hana. Sie ist zwar teilweise eng, aber in einem super Zustand. Und: Es kommen keine Wohnmobile entgegen, sondern relativ rücksichtsvolle Touristen. Wir kamen ohne Ehestreit oder Herzinfarkt an. Und der kleine Hase? Hat im Auto geschlafen und bei den Stopps gespielt – wie es sein soll…

Hat man großen Respekt vor der Straße, empfehle ich übrigens einen Kleinwagen oder eine organisierte Tour im Minibus. Die Stopps kann man für die Touren vorab erfragen.

 

Die einzige Regel, die man befolgen sollte: Volltanken!

Wir halten uns an zwei Regeln, die wir nicht bereuen: vor Abfahrt tanken wir voll (es gibt tatsächlich zwischen Paia und Hana keine Tankstelle) und wir fahren verhältnismäßig früh los. Die Betonung liegt auf verhältnismäßig! Wir starten nicht mitten in der Nacht um die Allerersten zu sein. Warum auch? Wir sind a) im Urlaub und b) nicht in der Hauptsaison unterwegs. Und ganz ehrlich: ich feiere jeden Morgen, an dem wir ausschlafen können.

Tipp: Wer gerne ausschläft oder sich einfach insgesamt nicht gerne hetzen möchte, sollte einfach in Hana übernachten! Wir haben uns geärgert, dass wir das nicht getan haben, denn ein Tagesausflug mit Baby ist doch kurz und wir hätten wohl einige Stopps mehr genießen können. Gerade wenn die Straßen voller sind, lohnt es sich sicherlich, nicht wie alle um 7:30 Uhr zu starten, um Kolonne zu fahren.

 

Ein ganzer Tag für 45 Meilen? Ja!

Insgesamt hat die Tour tatsächlich den ganzen Tag gedauert, trotz gut geplanter weniger Stopps. Wir haben unsere Stopps übrigens stark nach unserem Kind orientiert. Schläft der Hase, wird der Stopp auf den Rückweg verschoben, ist er wach und will sich bewegen, werden die Stopps ausgedehnt. Einige Stopps müssen für eine längere Mittagspause ausfallen. So ist das eben.

 

Unsere Lieblingsstopps

Liebling #1: Ke’aunae Arboretum

Zwischen MileMarker 16 und 17 liegt er perfekt, um sich die Beine zu vertreten. Der Hase ist auch wach und möchte raus. Das Arboretum ist klein, aber fein und lockt uns mit einem kurzen Spaziergang durch riesige Bäume, Palmen und Stauden. Besonders haben es uns die Eukalyptusbäume mit ihrer Neonborke angetan. Aber auch sonst bietet das Arboretum einen tollen Überblick über die Pflanzenwelt Mauis. Der Eintritt ist übrigens kostenlos. Und wie so häufig in den USA: da man ein paar Schritte gehen muss, ist man fast allein…

Der Parkplatz liegt hinter der Linkskurve nach ca. 16,5 Meilen auf der linken Seite, der Eingang dann auf der rechten. Man muss etwas die Augen aufhalten, dass man nicht vorbeifährt.

 

Liebling #2: Ke’anuae Peninsula

Direkt hinter dem Arboretum, auf der Spitze der Haarnadelkurve geht es dann links ab zur Ke’anua Peninsula. Hier findet man nicht nur Aunty Sandy’s Bananenbrotstand, sondern auch einen tollen Blick auf die Küste. Diese ist geprägt von pechschwarzen Steinen. Sie ist zwar nicht zum Schwimmen geeignet, aber wunderschön.

 

Liebling #3: Snackshop bei Milemarker 29

Die Road to Hana ist gespickt mit Snackshops und Fruchtständen, an denen man gefühlt allen halten kann. Wir haben einige Bananenbrote probiert und fanden den Snackstop bei Milemarker 29 (Seeseite) den mit Abstand Besten. Neben dem Bananenbrot mit Macadamia und Schokostücken (leeecker!!!) gibt es hier eine Art Rocher mit Cashews und Kokos – Suchtgefahr!

 

Liebling #4: Waiʻanapanapa State Park

Der Park ist für seinen schwarzen Strand bekannt und das zu Recht. Der Strand ist der Knaller! Leider liegt er komplett in der Sonne, es gibt keinen Schatten und er ist relativ klein: daher für einen schönen Strandbesuch mit Baby komplett ungeeignet. Der Statepark bietet aber noch viel mehr: Blick auf die Küste, Blowholes, Wanderwege und einen Campingplatz mit Toiletten etc. Beim nächsten Mal möchte ich hier campen, dann kann man den Park mit weniger Touristen morgens und abends genießen.

Black Sand Beach

 

Liebling #5: Suri Thai in Hana

Wirklich? Ein Thairestaurant als Top Tipp?? Wir hatten davon gelesen, waren hungrig, aber nicht wirklich überzeugt. Bis das leckere Fischcurry und Frühlingsrollen vor uns standen. Ich habe selten außerhalb Thailands so gut thailändisch gegessen. Suri Thai ist übrigens der neue „Prahnees’ und Nutcharee’s Thai Food“ für alle, die sich wundern – wir haben nachgefragt…

HanaWelcomeSign

 

Liebling #6: Pipiwei Trail

Ach, den Pipiwei Trail und die Seven Sacred Pools hätten wir gerne gesehen. Ich kenne niemanden, dem es nicht gefallen hat, deshalb halte ich ihn für einen weiteren Top Tipp.

Wir waren leider schon spät dran und wollten doch noch ein paar Stopps auf dem Rückweg einlegen. Also mussten wir uns entscheiden. Und das ist das schöne an einer Weltreise: Bambuswälder gibt es auch in Japan. Also aufgeschoben…nicht aufgehoben.

 

Viel Spaß auf der Raod to Hana! Welche waren eure Lieblingsstopps?

RoadtoHanaTopTips